Eigentlich war vor der Portugal-Reise alles geplant – bis die Stadt Mönchengladbach wegen einsturzgefährdeter Holzmasten sämtliche Straßenlaternen abbaut und unsere Straße im Dunkeln zurücklässt. Statt auf den Umbau zu warten, haben wir kurzerhand zusätzliche Außenbeleuchtung und mehrere Überwachungskameras nachgerüstet – Hardware in einer Stunde montiert, die App-Einrichtung hat länger gedauert. Denn ein einziges, kostenloses System für Kameras verschiedener Hersteller gibt es praktisch nicht, auch der Matter-Standard hilft in der Praxis noch nicht überall. Ein persönlicher Bericht über improvisierte Zuhause-Sicherheit kurz vor der Abreise, zwischen Bürokratie, Bewegungsmeldern und einer fast fertigen Packliste.
Seit 1999 verkaufe ich bei eBay, mittlerweile über 250 Artikel. Als ich zwei Uhren loswerden wollte, war die gute Nachricht: Privatverkauf ist inzwischen kostenlos. Die schlechte: Meine ganz normale MoonSwatch wurde automatisch als Fälschung gesperrt, mein Einspruch ebenso automatisch abgelehnt. Was folgte, war ein Chatbot, der das Gespräch dreimal für beendet erklärte, und ein Callcenter ohne Antworten. Ein Blick auf eBays wachsenden KI-Einsatz und warum ich nach 27 Jahren gehe.
Zehn Jahre lang habe ich meine Wohngebäudeversicherung nicht angeschaut – bis eine spürbar höhere Beitragsrechnung mich dazu gebracht hat, die Police für mein 1914 gebautes Zweifamilienhaus in Mönchengladbach genau durchzugehen. In diesem Beitrag zeige ich, wie ich die Versicherungssumme über den gleitenden Neuwertfaktor nachgerechnet habe, warum Elementarschutz für ein altes Haus in Rheinnähe keine Option war, sondern Pflicht, und wo sich eine niedrige Selbstbeteiligung wirklich lohnt. Außerdem erzähle ich, wie ich ein Gegenangebot eingeholt habe – klassisch per E-Mail und digital über eine Vergleichs-App – und warum am Ende nicht der Wechsel, sondern die Verhandlung mit meinem bestehenden Versicherer die bessere Lösung war.
Ein Roadtrip zu zweit von Mönchengladbach an die Algarve – mit dem Elektroauto. Was nach einer logistischen Herausforderung klingt, entpuppt sich als digitales Planungsprojekt: Claude für die Recherche, ABRP für die Ladelogik, Laura als Bordcomputer, dazu sieben Ladekarten und ein bestellter Fulli-Nomade-Transponder für die Maut in drei Ländern. Vier Länder, 4.510 Kilometer, das Viadukt von Millau auf Hin- und Rückweg, sieben Nächte Golf in Alte, ein Mautbudget von rund 140 Euro je Richtung. Wie die Route zustande kam, wo ABRP an seine Grenzen stößt und was wir über elektronische Mautboxen gelernt haben – das steht hier.
Zum ersten Mal allein mit dem Elektroauto unterwegs – und direkt gelernt, dass nicht das Auto das Problem ist, sondern alles drumherum. Die erste Ladesäule in Soest war defekt, die zweite fand ich zufällig in einem Parkhaus, das mir zum Ladestrom noch 2,50 Euro Parkgebühr berechnete. Am Golfplatz kostete fehlender Mobilfunkempfang 21 Cent Aufschlag pro Kilowattstunde, beim zweiten Besuch kam eine Blockiergebühr dazu. Dazwischen ein Ladevorgang in Duisburg, der einfach funktionierte. Fazit nach fünf Stopps: fünf Ladekarten im Auto, keine Reichweitenangst, dafür Tarifangst an jeder zweiten Säule.
Am letzten Tag meiner Logicc-Testphase meldet sich noch einmal Nils mit einer freundlichen, aber verkaufsorientierten Mail und einem Terminlink für ein Beratungsgespräch. Meine Antwort fällt ehrlich aus: Das Testvolumen war schon seit zwei Tagen aufgebraucht, Claude Cowork funktioniert über Logicc nicht, und eine native App fehlt weiterhin. Auf mein Feedback folgen zwei automatische Antworten, eine Standardbestätigung und eine ausführlichere Rückmeldung eines KI-Agenten, der immerhin ehrlich zugibt, zu Cowork keine gesicherten Informationen zu haben. Mein Fazit nach der Woche: gute Ansätze bei Modellbündelung und Datenschutz, aber der fehlende Cowork-Modus wiegt für mich als Claude-Nutzer schwerer als das Versprechen europäischer Datenverarbeitung.
Sieben Tage lang teste ich Logicc, eine Plattform, die mehrere KI-Modelle von OpenAI, Google, Anthropic und Mistral unter einer Oberfläche bündelt und die Modellauswahl per Smart Select AI automatisieren will. Statt eines weiteren Einzel-Abos verspricht Logicc zentrale Verwaltung von Chats, Dokumenten, Projekten und eigenen Assistenten, dazu europäisches Hosting und Zero-Data-Retention-Vereinbarungen mit den Modellanbietern. Die Tarife starten bei 29,90 Euro pro Nutzer und Monat und arbeiten mit einem monatlichen Nutzungsbudget statt unbegrenzter Nutzung. In diesem ersten Beitrag schaue ich mir an, was die Bündelung im Alltag bringt, wo Datenschutzversprechen Grenzen haben und für wen sich der Umstieg überhaupt lohnt, bevor ich in den kommenden Tagen konkrete Aufgaben damit ausprobiere.
Heute startet meine siebentägige Testphase mit Logicc. Die Plattform bündelt mehrere KI-Modelle wie GPT, Claude, Gemini und Mistral, verspricht europäische Datenverarbeitung und bringt Dokumente, Projekte sowie eigene Assistenten zusammen. Ich schaue mir an, was davon im digitalen Alltag wirklich hilft, wo die Grenzen liegen und ob 29,90 Euro monatlich für den Business-Tarif nachvollziehbar sind. Entscheidend werden für mich nicht große Versprechen, sondern Bedienung, Ergebnisse, Datenschutz und das monatliche Nutzungsbudget sein.
KI-Kennzeichnungspflicht, EU-KI-Verordnung, Art. 50 AI Act, Deepfake, Transparenzpflicht, C2PA, Wasserzeichen
Excerpt: Seit meinem ersten KI-gestützten Beitrag steht unter meinen Artikeln ein Hinweis: mit KI bearbeitet, Bild KI-generiert. Freiwillig, ohne dass es jemand verlangt hat. Ab dem 2. August 2026 wird genau diese Transparenz für viele zur Pflicht – über Art. 50 der EU-KI-Verordnung. Ich schaue mir an, was ab August für Texte, Bilder und Chatbots gilt, wer wirklich betroffen ist, und warum mein einfacher Satz unter jedem Beitrag offenbar schon lange das trifft, was der Gesetzgeber jetzt verlangt. Wasserzeichen und maschinenlesbare Kennzeichnung kommen erst später – das bleibt vorerst Sache der großen KI-Anbieter.
Ich bin gerade auf Jobsuche – und nutze Claude dabei nicht als Textautomat, sondern als Recherche- und Sparringspartner. In diesem Artikel zeige ich meinen Workflow: Wie ich Stellenanzeigen jenseits der Marketingfloskeln einordnen lasse, wie ich branchenübliche Gehaltsdaten recherchiere, bevor ich überhaupt im Gespräch bin, und wie ich vor jeder Bewerbung die wirtschaftliche Lage des Arbeitgebers prüfen lasse. Das hat mir schon einmal die Augen geöffnet, als sich ein fachlich interessantes Angebot als finanziell brüchig herausstellte. Bei Anschreiben und Motivationsschreiben bleibt die Feinarbeit trotzdem bei mir: Ich lese jede Zeile gegen und bestehe auf Fakten, die stimmen. Am Ende trifft die Entscheidung, wo ich mich bewerbe, immer noch mein eigener Kopf.
Der Freischaltcode ist angekommen, das Profil steht – und trotzdem gibt es einiges zu berichten. Warum am Ende nur zwei statt vier ehemalige Arbeitgeber eine Verdienstbescheinigung einreichen mussten, was automatisierte Stellenempfehlungen wirklich bedeuten (und warum mich der Algorithmus hartnäckig für den Einzelhandel hält), und wie sich der neue Videotermin bei der Arbeitsagentur im Vergleich zu den alten Vor-Ort-Terminen schlägt. Ein Zwischenstand aus dem laufenden Meldeprozess, mit allem, was dazwischen gewöhnungsbedürftig war.
Ein vager Prompt bringt ein vages Ergebnis – das habe ich selbst mehrfach erlebt, bevor ich verstanden habe, warum Rolle, Kontext, Format und Beispiel den Unterschied machen. Der Artikel zeigt, was ein Claude Project anders macht als ein normaler Chat, welche Fehler mir beim Prompten selbst passiert sind, und warum iteratives Nachschärfen besser funktioniert als der perfekte erste Versuch. Genauso wichtig: Ein guter Prompt ersetzt nicht die eigene Prüfung – jeder KI-Text und jeder ausgegebene Link wird bei mir händisch kontrolliert, bevor er live geht.













