Der zweite Teil der Trans-Europa-Tour: von der Algarve über Spanien und Frankreich bis vor die Tore von Lyon – an einem Tag allein 1.129 Kilometer –, dann über die Schweiz zurück nach Mönchengladbach. Mit dabei: eine bewusst ausgelassene Attraktion, eine defekte Ladesäule kurz vor dem Ziel und die komplette Kostenrechnung der Tour: 980,93 Euro für Strom und Maut, macht mit den Hotels unterwegs rund 1.481 Euro – kaum weniger, als Fliegen plus Mietwagen gekostet hätte. Ein ehrliches Fazit nach 4.700 gefahrenen Kilometern.
Acht Tage, 4.700 Kilometer, komplett elektrisch: von Mönchengladbach über Luxemburg, Frankreich und Spanien bis an die Algarve. In diesem ersten Teil geht es um die Hinreise – vier Tage mit über 2.900 Kilometern, einer defekten Ladesäule am Hotel, einem spontanen Zwischenstopp vor dem Guggenheim-Museum in Bilbao und Ladepreisen, die zwischen 0,44 und 0,80 Euro pro Kilowattstunde schwanken. Ein ehrlicher Bericht darüber, was auf so einer Strecke tatsächlich zum Problem wird – und was überraschend gut funktioniert.
Ein Roadtrip zu zweit von Mönchengladbach an die Algarve – mit dem Elektroauto. Was nach einer logistischen Herausforderung klingt, entpuppt sich als digitales Planungsprojekt: Claude für die Recherche, ABRP für die Ladelogik, Laura als Bordcomputer, dazu sieben Ladekarten und ein bestellter Fulli-Nomade-Transponder für die Maut in drei Ländern. Vier Länder, 4.510 Kilometer, das Viadukt von Millau auf Hin- und Rückweg, sieben Nächte Golf in Alte, ein Mautbudget von rund 140 Euro je Richtung. Wie die Route zustande kam, wo ABRP an seine Grenzen stößt und was wir über elektronische Mautboxen gelernt haben – das steht hier.
Zum ersten Mal allein mit dem Elektroauto unterwegs – und direkt gelernt, dass nicht das Auto das Problem ist, sondern alles drumherum. Die erste Ladesäule in Soest war defekt, die zweite fand ich zufällig in einem Parkhaus, das mir zum Ladestrom noch 2,50 Euro Parkgebühr berechnete. Am Golfplatz kostete fehlender Mobilfunkempfang 21 Cent Aufschlag pro Kilowattstunde, beim zweiten Besuch kam eine Blockiergebühr dazu. Dazwischen ein Ladevorgang in Duisburg, der einfach funktionierte. Fazit nach fünf Stopps: fünf Ladekarten im Auto, keine Reichweitenangst, dafür Tarifangst an jeder zweiten Säule.
Der Enyaq sollte mein erstes E-Auto werden. Warum daraus erst mal nichts wird und was das für meinen Umstieg auf E-Mobilität bedeutet.
Wer vom Verbrenner auf Elektro umsteigt, merkt schnell: Die alte Fahrlogik greift nicht mehr. Was wirklich zählt – von WLTP-Realität bis Ladelimit – habe ich mir vor meinem Start mit dem Enyaq 85 zusammengesucht.
Der Plan war eigentlich ein anderer. Dann kam der neue Job – und mit ihm ein Škoda Enyaq 85 als Firmenwagen. Ab Juli bin ich elektrisch unterwegs. Und ich freue mich wirklich darauf.
Ein Herbsttrip von Mönchengladbach an die Algarve, am Rechner durchgeplant: Etappen unter zehn Stunden, ein fester Stopp in Bilbao und die Frage, wo sich Maut sparen lässt – und wo nicht.
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