Mein Start ins Elektroauto-Leben 2026
Eigentlich hatte ich einen Plan. Erst nochmal einen anständigen Verbrenner, dann irgendwann ein Hybrid als Übergang, und wenn das alles mit der Ladeinfrastruktur mal vernünftig funktioniert, vielleicht – irgendwann – ein Elektroauto. Klingt vernünftig, oder? Dann kam das Jobangebot. Neuer Arbeitgeber, neuer Firmenwagen – und der ist elektrisch. Ab 1. Juli werde ich einen Škoda Enyaq 85 fahren. Ich freue mich riesig.
Das Wichtigste in Kürze
- Ab 1. Juli 2026 werde ich einen Škoda Enyaq 85 als Firmenwagen fahren – mein erster eigener Stromer.
- Statt Tankkarte kommen zwei Ladekarten: IONITY für die Autobahn, EnBW mobility+ für den Alltag.
- Die Abrechnung werde ich über die PAYBACK American Express laufen lassen – nebenbei sammle ich Punkte für Flugmeilen.
- Mein Mann Sascha fährt seit über einem Jahr Elektro und hat mir die Zwei-Karten-Strategie empfohlen.
- Unsere erste Fernreise mit Saschas Enyaq nach Tschechien war noch Abenteuer – in der Schweiz lief es bereits deutlich entspannter.
Der Plan war ein anderer – und dann kam der neue Job
Beim Thema E-Auto bin ich kein früher Adopter. Ich beobachte lieber erst, wie andere mit neuer Technik kämpfen, und steige ein, wenn es sich entspannt anfühlt. So war das auch beim Thema Elektroauto. Mein Mann Sascha hat vor gut einem Jahr den Schritt gewagt, und ich habe von der Couch aus zugeschaut – interessiert, aber ohne Eile. Der Plan: Hybrid als nächster Schritt, E-Auto vielleicht so in zwei, drei Jahren.
Dann kam das Jobangebot. Neuer Arbeitgeber, neuer Firmenwagen, neue Regeln. Und die Regel lautet: Elektro. Konkret: ein Škoda Enyaq 85, Black Magic Perleffekt, mit ordentlicher Ausstattung. Als ich das zum ersten Mal gelesen habe, hat sich ein breites Grinsen in meinem Gesicht breitgemacht. Der Plan hat sich erledigt – und zwar auf die allerbeste Art.
Was ab Juli auf meinem Hof stehen wird
Der Enyaq 85 ist kein kleines Experiment, sondern ein ausgewachsenes Elektro-SUV. Unter dem Blech arbeitet ein 210-kW-Motor an der Hinterachse, die 82-kWh-Batterie soll laut WLTP eine kombinierte Reichweite von 566 Kilometern bringen [1]. Auf der Autobahn werden es realistisch etwas weniger sein – [2] der ADAC hat im Test rund 465 Kilometer gemessen. Das ist für meine Alltagsstrecken mehr als ausreichend.
Was mich besonders freut: Das Update auf den neuen APP550-Motor hat dem Enyaq merklich gut getan. [3] Die Software läuft seit dem Facelift endlich flüssig – das war früher die berühmte Achillesferse des Autos. Auf dem 13-Zoll-Touchscreen lassen sich frei belegbare Shortcuts einrichten, zum Beispiel für One-Pedal-Driving oder die Lenkradheizung. Praktisch gedacht, typisch Škoda.
Mein Exemplar kommt in der Lounge-Ausstattung mit Microfaser und Kunstleder, dazu Panoramaschiebedach, Matrix-LED-Scheinwerfer, Travel Assist und Anhängerzugvorrichtung. Bisher bin ich Saschas Enyaq ein- oder zweimal kurz gefahren. Ab Juli werde ich das täglich tun. Das Kribbeln ist real.
Tankkarte war gestern – willkommen im Ladekarten-Dschungel
Was mich beim Thema Elektroauto früher am meisten beschäftigt hat, war nicht die Reichweite. Es war die Frage: Wie bezahle ich eigentlich an der Ladesäule? Mit dem Verbrenner war das simpel – ich hatte eine Tankkarte, und an bestimmten Tankstellen konnte ich tanken. Ende der Geschichte.
Beim Elektroauto ist das komplizierter. [4] Über 200 verschiedene Ladekarten und Apps tummeln sich derzeit auf dem deutschen Markt, mit Preisen, die je nach Anbieter und Tarif erheblich auseinanderliegen. Das klingt erst mal nach Chaos. Ist es auch – wenn man es unvorbereitet angeht.
Sascha hat mir gezeigt, wie er es macht: zwei Karten, klug gewählt, und du bist für fast alle Situationen gerüstet. Diese Strategie werde ich übernehmen. Meine beiden Karten werden IONITY und EnBW mobility+ sein.
IONITY wird meine Autobahn-Karte sein. [5] Das Netz aus über 600 Standorten in Europa – rund 200 davon in Deutschland – liegt fast ausschließlich an Autobahnraststätten, genau dort, wo man auf langen Strecken laden will. Mit einem der Jahresabos lässt sich der Preis auf 39 Cent pro kWh drücken. Ohne Abo liegt man bei 66 Cent – dann kann Laden schnell teurer werden als Benzin. Also: Abo sinnvoll, wenn man regelmäßig Langstrecke fährt.
EnBW mobility+ wird meine Alltagskarte. [6] Das Netz umfasst über 900.000 Ladepunkte in 17 europäischen Ländern – damit ist man nahezu überall dabei. Der Tarif S kommt ohne Grundgebühr und kostet 56 Cent pro kWh an EnBW-eigenen Stationen. Ich werde mit Tarif S starten und schauen, wie mein Ladeverhalten tatsächlich aussieht.
Was der neue Arbeitgeber noch dazugibt, erfahre ich in den nächsten Tagen. Vielleicht kommt noch eine dritte Karte ins Spiel – ich werde berichten.
Laden und gleichzeitig Meilen sammeln – die stille Nebenrechnung
Irgendwann hat mein Gehirn angefangen, sich zu fragen: Wie bezahle ich die Ladevorgänge, die ich privat übernehme – und kann ich da noch etwas rausquetschen? Die Antwort war schnell gefunden: die PAYBACK American Express. Die habe ich ne beantragt und erhalten, um diese zukünftig für solche Ausgaben zu nutzen.
Die Karte ist dauerhaft kostenlos, ohne Jahresgebühr. [7] Pro drei Euro Umsatz gibt es einen PAYBACK-Punkt – und der lässt sich 1:1 in Miles & More Meilen umwandeln. Das klingt zunächst nach einer kleinen Sammelrate, aber wenn man bedenkt, dass ein Ladevorgang an der öffentlichen Schnellladesäule schnell 30 bis 50 Euro kosten kann, summiert sich das über das Jahr auf einen netten Haufen Punkte. Und der wandert irgendwann in Flugmeilen um.
Was mich an der Kombination besonders gefällt: Ich werde den Ladestrom sowieso bezahlen – da kann ich genauso gut parallel Punkte sammeln. Kleiner Hinweis für alle, die das nachmachen wollen: Bei Tankstellenumsätzen sammelt die PAYBACK Amex keine Kartenpunkte. Aber das wird ab Juli nicht mehr mein Problem sein.
Was Sascha mich gelehrt hat – und was mich noch erwartet
Sascha ist seit über einem Jahr elektrisch unterwegs, und ich habe dabei viel gelernt – hauptsächlich vom Beifahrersitz aus. Unsere erste Auslandsreise führte uns nach Tschechien. Das war noch echtes Abenteuer: Die Ladeinfrastruktur dort ist noch nicht so dicht wie in Deutschland, und Planung war Pflicht. [8] In Deutschland selbst wird das Schnellladenetz gerade massiv ausgebaut – bis Ende 2026 sollen 8.784 Schnellladepunkte entstehen, sodass überall maximal zwei Kilometer zur nächsten Station sind.
Die zweite Reise führte uns in die Schweiz – und das war ein komplett anderes Erlebnis. Ausreichend Infrastruktur, keine Sucherei, entspannte Stopps. Sascha hatte vorgesorgt und mehr als eine Ladekarte dabei. Genau das werde ich mir als Vorbild nehmen.
Was mich noch erwartet: Streckenplanung mit Ladestopp-Logik, das Eingewöhnen ans One-Pedal-Driving, der erste echte Wintertest mit dem Akku. Und die grundsätzliche Frage, ob ich den Unterschied zum Verbrenner nach zwei Wochen überhaupt noch bemerken werde – oder ob das Neue einfach normal wird. Ich tippe auf Letzteres. Und ich freue mich sehr darauf.
Wie schaut’s bei dir aus?
Ich bin neugierig: Fährst du noch Verbrenner, bist du schon beim Hybrid gelandet, oder bist du längst vollelektrisch unterwegs? Vielleicht hast du sogar das Auto ganz an den Nagel gehängt. Schreib mir – ich lese das wirklich, und gerade jetzt vor meinem Start ins E-Auto-Leben bin ich offen für jeden Tipp.
- ↑ Vision Mobility: Škoda Enyaq 85 – technische Daten und Reichweite (2026)
- ↑ ADAC: Škoda Enyaq 85x Sportline im Test – Note 1,6 (April 2026)
- ↑ HH-Autos: Škoda Enyaq 85 (2026) im Test – Software und Alltagserfahrung (April 2026)
- ↑ E-Autowelt: Öffentliches Laden 2026 – Kosten, Apps und Ladekarten im Vergleich
- ↑ LadeStationGuru: IONITY Preise 2026 – Tarife und Standorte im Überblick
- ↑ Elektroautofahrer.net: EnBW Ladekarte 2026 – alle Tarife und Preise im Vergleich
- ↑ Kreditkartenheld: PAYBACK American Express – Punkte, Meilen und Konditionen 2026
- ↑ E-Autowelt: Ladeinfrastruktur Deutschland – Ausbau und Schnellladepunkte 2026









Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!