Meine Reise durch die digitale Welt – Folge 15

Digitale Selbstverteidigung - wie?

Wir haben die digitalen Brandstifter analysiert und gesehen, dass die Fakten-Check-Feuerwehr allein uns nicht retten kann (Folge 14). Jetzt wird es persönlich. Es ist Zeit, die Kontrolle über das kostbarste Gut zurückzugewinnen, das du besitzt: Deine Aufmerksamkeit.

Digitale Selbstverteidigung bedeutet nicht, das Internet zu verlassen. Es bedeutet, die Regeln zu ändern. Du bist nicht mehr das Produkt, das durch den Algorithmus geschleust wird – du wirst zum Kurator deines eigenen digitalen Raums.

Mein persönlicher Mix: Qualität vor Quantität

Ich nutze digitale Werkzeuge heute sehr gezielt. RSS ist dabei kein „Muss“ für alles, sondern mein Werkzeug für Qualität. Ich nutze es als „Safe Harbor“ für Quellen, die ich bereits geprüft und für gut befunden habe. Mein System basiert auf drei Säulen:

1. Recherche & Suche: DuckDuckGo vor Google

Wenn ich etwas wissen will, starte ich mit DuckDuckGo. Warum? Weil ich anonym bleiben will. Ich möchte finden, was ich suche – und nicht das serviert bekommen, was eine KI für mich „passend“ hält. Nur wenn ich dort nicht weiterkomme, nutze ich Google als Zweitoption. Der Unterschied ist spürbar: Die Ergebnisse sind neutraler und weniger auf mein bisheriges Profil zugeschnitten.

2. Der kritische Blick auf Google News

Früher war Google News für mich eine Anlaufstelle, um das Tagesgeschehen zu überblicken. Doch meine Nutzung ist stark rückläufig. Der Grund ist simpel: Google sammelt fleißig Daten über alles, was wir suchen und klicken.

Daraus baut Google einen Newsfeed, der sich schleichend an unser Verhalten anpasst. Damit fällt Google für mich in vielen Bereichen in die Abteilung „Brandstifter Social Media“. Google sammelt fleißig Daten und stellt in den News Themen zusammen, die ich bei Google gesucht habe oder die vom Algorithmus zu meinem Verhalten passen.

  • Die Filterblase: Google zeigt mir Themen, die ich bereits gesucht habe. Ich sehe also oft nur das, was mein Weltbild bestätigt.

  • Clickbait-Gefahr: Es schleichen sich immer öfter Plattformen ein, die mehr auf Klicks und reißerische Headlines setzen als auf echte Fakten.

  • Datensammlung: Jede gelesene Nachricht schärft mein Profil bei Google weiter.

3. Das RSS-Siegel: Erst prüfen, dann abonnieren

Einen RSS-Feed nutze ich erst dann, wenn ich die Webseite oder den Blog interessant gefunden und geprüft habe, ob das Angebot „sauber“ ist. Wenn die Qualität stimmt, landet die Seite in meinem Reader. So bestimme ich den Rhythmus, nicht der Algorithmus.


Dein Werkzeugkasten für die Praxis

Hier sind die konkreten Anleitungen für die Tools, die ich selbst nutze oder empfehle:

Auf dem Mac: Newsify RSS Reader

Ich nutze persönlich Newsify. Er ist übersichtlich und passt zum Apple-Ökosystem.

  • Download: Newsify im Mac App Store

  • Anleitung: Nach der Installation auf das „+“ klicken -> https://stawi.de/feed/ eingeben -> Abonnieren.

Im Browser (Chrome): Slick RSS

Für Chrome-Nutzer ist Slick RSS ideal, da es werbefrei ist und keinen externen Account benötigt.

  • Download: Slick RSS im Chrome Web Store

  • Anleitung: Klicke auf das RSS-Icon im Browser -> „Manage Feeds“ -> Gib die URL https://stawi.de/feed/ ein -> Klicke das Plus-Zeichen.

Die Web-Lösung: Inoreader (Deutsch & Kostenlos)

Wer keine Software installieren will, nutzt Inoreader. Er ist komplett auf Deutsch umstellbar.

  • Link: Inoreader (Deutsch)

  • Anleitung: Registrieren -> Oben links auf „Suchen oder hinzufügen“ klicken -> stawi-Link einfügen.

Weiterführende Tipps zur digitalen Selbstverteidigung

Wenn du tiefer in das Thema eintauchen möchtest, empfehle ich diese deutschsprachigen Portale:


Wie schützt du dich?

Digitale Selbstverteidigung ist ein Prozess. Wie sieht dein Mix aus? Nutzt du bereits RSS-Reader oder hast du Google News schon den Rücken gekehrt? Schreib es mir in die Kommentare – ich bin gespannt auf deine Strategien!

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