Wie KptnCook meine Küche digitalisierte

Nach dem Auszug von Hello Fresh stand ich wieder am Anfang. Saschas Ansage war klar: „Lass dir was einfallen oder kauf Kochbücher.“ Doch Kochbücher waren für mich schon als Jugendlicher ein Graus. Klebrige Seiten, umständliche Beschreibungen und Illustrationen, die eher an Biologie-Lehrbücher erinnerten als an Appetit – darauf hatte ich absolut keine Lust. Ein Thermomix? Für mich eher ein „Luxusproblem“, das nicht zu meiner Art zu kochen passt. Ich brauchte etwas, das in meine digitale Welt passt: Ein Navi für die Pfanne, aber ohne den Müllberg eines Abos.


Das Wichtigste in Kürze

  • Das Problem: Hello Fresh war raus. Kochbücher: nein danke. Sascha erwartete eine Lösung.
  • Die Lösung: KptnCook[1] – eine App für digitale Rezepte mit Struktur, Filtern und Einkaufslisten.
  • Was mich überzeugt hat: Skalierbarkeit, Filter-Präzision, digitaler Einkaufszettel, klare Kochanleitung.
  • Der Test: Neufundland 2024 im Wohnmobil – funktioniert überall.
  • Der Status quo: 4.000+ Rezepte in der Datenbank, wir sind noch lange nicht fertig.

Die Entdeckung: KptnCook

Bei meiner Suche im Web und im App-Store blieb ich bei KptnCook[1] hängen. Die Gründer, Eva und Alex, hatten exakt dasselbe Problem wie ich: Der tägliche Frust vor der Frage „Was koche ich heute?“ Die App war 2016 entstanden – nicht aus großer Vision, sondern aus praktischer Notwendigkeit. Das mochte ich sofort.

Für jemanden wie mich, der Struktur liebt und unnötiges Rauschen hasst, war die App eine Offenbarung. Unbezahlte Werbung aus Überzeugung, versteht sich.


Was KptnCook besser macht

Skalierbarkeit: Egal ob für zwei oder 12 Personen – die Mengen passen sich per Klick an. Das ist nicht neu, aber verdammt praktisch. Wenn Sascha und ich Gäste haben, skaliere ich einfach hoch. Wenn wir nur zu zweit sind, skaliere ich runter. Keine Mathe, keine Umrechnung.

Filter-Präzision: Vegan, Fleisch, One-Pot oder „Unter 20 Minuten“ – perfekt, wenn nach einem langen Arbeitstag die Energie knapp ist. Nach Corona weiß ich: Das ist nicht Luxus, das ist Überleben. Ich komme nach Hause, öffne die App, filtere nach „30 Minuten, vegetarisch“ und los geht’s.

Der digitale Einkaufszettel: Man erstellt einen Wochenplan und die App generiert die Einkaufsliste. Das Ergebnis: Nie wieder zu viel oder zu wenig im Wagen. Weniger Müll, weniger Verschwendung. Das war mein Hauptkritikpunkt bei Hello Fresh – und KptnCook löst es elegant.


Die Kochanleitung: So klar wie eine Prozessbeschreibung

Was mich aber wirklich überzeugt hat, ist die Kochanleitung selbst. Sie ist so klar strukturiert, wie ich es von einer guten Prozessbeschreibung im Job erwarte. Bilder begleiten jeden Schritt. Tipps ergänzen das Ganze. Man kann eigentlich nichts falsch machen. Das ist es, was ich bei Hello Fresh vermisst habe – nicht die Anleitung an sich, sondern die Klarheit. Die Struktur. Das Vertrauen, dass ich das hinbekomme.


Vergleich: KptnCook gegen andere Apps

Natürlich habe ich mich umgesehen. Wie vergleicht sich KptnCook zu anderen Lösungen?

Chefkoch[2] ist die deutsche Klassiker-Alternative. Riesige Rezept-Datenbank, kostenlos, aber: Das Interface ist chaotisch. Zu viele Werbebanner. Zu wenig Struktur. Für mich persönlich: zu viel Rauschen.

Rewe, Edeka und andere Supermarkt-Apps[3] haben Rezepte integriert. Aber ihr Fokus liegt auf den Produkten, nicht auf dem Kochen. Nicht das, was ich brauche.

Thermomix Cookidoo[4] ist für Thermomix-Besitzer. Für mich: Nicht relevant, weil ich kein Thermomix-Fan bin. Ja wir haben einen, jedoch wird er nur als Küchenhelfer und nicht Kochmaschine genutzt.

Instacart oder ähnliche Dienste[5] bieten auch Rezepte an, aber ihr Fokus liegt auf schnellen Lieferdiensten. Wieder: nicht das, was ich suche.

KptnCook unterscheidet sich fundamental: Die App konzentriert sich auf das Kochen selbst. Nicht auf den Umsatz, nicht auf die Lieferung, nicht auf die Hardware. Auf das Kochen. Das ist die Differenz.


Störungsfreiheit am Herd

Ein praktisches Detail: Ich halte beim Kochen mein Handy einfach hin. Die Anleitung ist groß genug zum Lesen aus der Ferne. Einfach nur: Lesen, machen, nächster Schritt. Das klingt trivial, ist aber fundamental für meine Art zu kochen. Ich brauche keine Ablenkung. Ich brauche Klarheit.


Von der Nutzerin zur Botschafterin

Wir nutzen die App nun schon seit einigen Jahren so intensiv, dass wir unsere Ergebnisse regelmäßig auf Instagram teilen. Und irgendwann merkten wir: Das KptnCook-Team antwortet auf unsere Posts. Wir haben einen guten Draht dorthin entwickelt. Nicht bezahlt. Nicht gesponsert. Einfach nur: Zwei Menschen, die eine App lieben, teilen ihre Begeisterung mit den Machern. Und die Macher freuen sich darüber. Das ist das Gegenteil von Hello Fresh.


Härtetest: Neufundland im Wohnmobil

Den ultimativen Beweis für die Praxistauglichkeit lieferte unser Urlaub 2024 in Neufundland. Mitten in der Wildnis, im Wohnmobil, hat uns die App sicher durch die Mahlzeiten geführt. Keine Hello Fresh Boxen. Keine Kochbücher. Nur die App und die lokalen Zutaten. Wenn ein System im Camper funktioniert – mit schlechtem Internet, begrenztem Platz, Stress von der Straße – dann funktioniert es überall.


4.000 Rezepte und Zählen

Stand heute: Es gibt über 4.000 Rezepte in der Datenbank[1]. Bis wir die alle durch haben, bleibe ich an Bord. Und wisst ihr was? Es macht mir Spaß. Das hätte ich vorher nicht gedacht. Mich zum Kochen zu zwingen? Das wäre schrecklich gewesen. Mich aber selbst zum Kochen entscheiden, weil eine App mir das leicht macht? Das ist etwas anderes.

Sollten wir jemals „fertig“ sein und alle 4.000 Rezepte durchgekocht haben – was ich bezweifle – dann erzähle ich euch, welche App als Nächstes mein digitales Kochbuch wird.

Aber bis dahin: KptnCook. Punkt.


Deine Frage

Nutzt du auch eine Kochen-App? Oder bist du noch im analog-Modus? Ich bin neugierig, wie andere das gelöst haben.

Schreib mir.

Dankeschön fürs Genießen der Zeilen.


Quellen

[1] KptnCook – Die Rezept-App mit über 4.000 Rezepten
KptnCook ist eine digitale Rezept-App von den Gründern Eva und Alex, gegründet 2016. Die App bietet über 4.000 Rezepte mit Skalierbarkeit (für 2–12 Personen), Filterfunktionen und einen integrierten digitalen Einkaufszettel. Besonders praktisch: Die Kochanleitung ist klar strukturiert mit Bildern zu jedem Schritt.
URL: https://www.kptncook.com
Land: DE | Stand: 2026

[2] Chefkoch – Deutschlands größtes Rezept-Portal
Chefkoch ist ein deutsches Rezept-Portal mit einer großen, kostenlos zugänglichen Rezept-Datenbank. Im Vergleich zu spezialisierten Apps wie KptnCook bietet es weniger Struktur und Filter-Funktionen, dafür aber mehr Vielfalt und Nutzer-Bewertungen.
URL: https://www.chefkoch.de
Land: DE | Stand: 2026

[3] Rewe und Edeka Apps – Supermarkt-Integration
Die Apps der großen deutschen Supermarkt-Ketten (Rewe, Edeka) integrieren Rezepte in ihr Ökosystem, allerdings mit Fokus auf Produktverkauf und Lieferung. Sie sind weniger strukturiert als spezialisierte Kochen-Apps und dienen eher als Verkaufskanal denn als Kochen-Werkzeug.
URL: https://www.rewe.de | https://www.edeka.de
Land: DE | Stand: 2026

[4] Thermomix Cookidoo – Spezialisierte Rezept-Plattform
Cookidoo ist die offizielle Rezept-Plattform für Thermomix-Geräte. Sie bietet spezialisierte Funktionen für Thermomix-Nutzer, ist aber nicht für andere Kochen-Methoden geeignet und erfordert ein Thermomix-Gerät oder ein entsprechendes Abonnement.
URL: https://www.cookidoo.de
Land: DE | Stand: 2026

[5] Instacart, Lieferando und ähnliche Dienste – Lieferservice mit Rezepten
Lieferdienste wie Instacart oder Lieferando haben Rezepte in ihre Plattformen integriert, aber ihr Fokus liegt auf schneller Lieferung von Produkten, nicht auf strukturierter Koch-Unterstützung. Die Rezepte sind eher Zusatzfeature, nicht Kernfunktion.
URL: https://www.instacart.com | https://www.lieferando.de
Land: DE/US | Stand: 2026

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