Meine ersten Schritte im Webdesign – Von HTML bis FrontPage
Als ich anfing, Webseiten zu bauen, sah die Welt des Webdesigns ganz anders aus als heute. Es gab keine Drag-and-Drop-Tools oder fertigen Baukästen. Alles musste mühsam per Hand programmiert werden – und genau das reizte mich.
Die Geburtsstunde von stawi.de (1994/95)
Meine erste Webseite, www.stawi.de, entstand bereits Mitte der 90er Jahre. Damals gab es kein WordPress oder Enfold; stattdessen hieß die Devise: Notepad öffnen und , und tippen.
Mit einfachem HTML-Code und kleinen Hilfsprogrammen bastelte ich an den ersten Versionen. Rückblickend war das alles sehr behäbig und umständlich, aber die Faszination war riesig. Ich wollte unbedingt ausprobieren, was technisch möglich war. Mit jedem neuen Projekt und jedem „Refresh“-Klick im Browser lernte ich dazu.
Die Ära Microsoft FrontPage: Komfort mit Schattenseiten
Ende der 90er Jahre entdeckte ich dann Microsoft FrontPage – ein Tool, das für damalige Verhältnisse eine Revolution war. Es war einer der ersten WYSIWYG-Editoren (What You See Is What You Get). Man konnte Webseiten visuell gestalten, fast wie in einer Textverarbeitung, ohne jede Zeile Code selbst schreiben zu müssen.
Doch dieser Komfort hatte seinen Preis. FrontPage hatte massive Schattenseiten:
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Server-Abhängigkeit: Man benötigte die speziellen „FrontPage Server Extensions“.
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Kostenfaktor: Spezielle Server und Lizenzen machten das Hobby schnell teuer.
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Code-Ballast: Der generierte Code war oft unsauber und schwer von Hand zu korrigieren.
Trotzdem nutzte ich FrontPage intensiv bis etwa 2005/06. Es war ein wichtiger Wegbegleiter, der mir zeigte, wie effizient visuelles Arbeiten sein kann.
Vom statischen Code zum modernen CMS
Gegen 2006 wurde mir jedoch klar: Die Zeit der statischen HTML-Seiten war vorbei. Das Web wurde dynamischer, und die Pflege von hunderten Einzeldateien war nicht mehr zeitgemäß. Ich begann, mich für Content-Management-Systeme (CMS) zu interessieren. Die ersten Gehversuche mit verschiedenen Systemen waren oft frustrierend und von wenig Erfolg gekrönt – doch der Grundstein für mein heutiges Verständnis von Webstrukturen war gelegt.
Rückblickend: Die Anfänge meines Webdesigns waren geprägt von jugendlichem Leichtsinn, Neugierde und Experimentierfreude. Auch wenn es oft nervenaufreibend war, habe ich in dieser Zeit das wichtigste gelernt: Wie Technik und Design wirklich zusammenspielen.
Und nun ihr!
Hand aufs Herz: Wer von euch hat auch noch die schlaflosen Nächte vor dem Röhrenmonitor verbracht, um den perfekten HTML-Tabellen-Code zu bändigen? Oder hattet ihr auch diese eine Hass-Liebe zu den FrontPage Server Extensions? Schreibt mir eure ersten Webdesign-Erfahrungen unten in die Kommentare – ich bin gespannt, welche Tools euch damals den letzten Nerv geraubt haben!





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