Mein Einstieg in Social Media: Die Anfänge bei Facebook
Obwohl ich schon früh im Internet unterwegs war, hat es eine Weile gedauert, bis ich mich auf Social Media eingelassen habe. Mein erster Schritt in diese Welt begann im Dezember 2008 – und der Grund dafür hatte vier Pfoten.
Der Auslöser: Die Hunde-Szene
Seit März 2008 hatten wir einen neuen vierbeinigen Begleiter. Über die Vernetzung der Hundebesitzer-Szene kam ich schließlich zu Facebook. Anfangs fühlte sich alles neu und spannend an: Man fand alte Schulfreunde wieder, konnte unkompliziert kommunizieren und bekam Einblicke in das Leben anderer, die vorher undenkbar waren.
Besonders praktisch war Facebook für meine Blogs. Mit RSS-Feeds und später Plugins konnte ich meine Beiträge automatisch teilen und so eine Reichweite erzielen, die über die Stammleserschaft hinausging.
Die Kehrseite: Oberflächlichkeit und der „Kreativitäts-Raub“
Doch je länger ich dabei war, desto mehr fiel mir auf, dass vieles oberflächlich blieb. Freundschaften wurden auf Likes reduziert, und echte Gespräche fanden immer seltener statt. Es war zwar einfach und schnell, Fotos oder kurze Gedanken ins Netz zu laden, aber diese Inhalte waren extrem vergänglich.
Rückblickend muss ich gestehen: Dieser Schnellzug der Postings hat mich ein Stück weit meiner Kreativität beraubt. Meine Blogbeiträge wurden weniger, weil ich Inhalte oft direkt und bequem auf Social Media geteilt habe. Facebook hat die Tiefe meiner Erzählungen durch flüchtige Augenblicke ersetzt.
Die Rückbesinnung
Zwar sind die Rückblick-Funktionen von Facebook heute manchmal ganz witzig, aber sie zeigen eben nur Fragmente. Erst durch die Fotografie habe ich wieder einen Weg gefunden, größere Geschichten zu erzählen – abseits der kurzen Momentaufnahmen.
Dieser Einstieg in Social Media hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, bewusst mit solchen Plattformen umzugehen. Facebook war ein nützliches Werkzeug zur Vernetzung, aber mein kreativer Kern gehört auf meine eigenen Seiten.
Deine Meinung ist gefragt!
Dieser Rückblick auf das Jahr 2008 hat mich nachdenklich gemacht. Wir alle nutzen diese Plattformen, aber was machen sie mit unseren eigenen Inhalten?
-
Hast du dich auch schon mal dabei ertappt, dass eine schnelle Story oder ein kurzes Posting den ausführlichen Blogbeitrag ersetzt hat?
-
Sind Plattformen wie Facebook für dich eher ein Archiv oder ein digitaler Friedhof für Momente?
-
Oder siehst du Social Media heute eher als reines Werkzeug und schreibst wieder bewusster auf deinen eigenen Seiten?




Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!