Meine Reise durch die digitale Welt – Folge 12

In den letzten Jahren habe ich meinen Umgang mit Social Media stark verändert. Weniger Nutzung bedeutet für mich mehr Lebensqualität – und das hat gute Gründe.

Früher war ich viel aktiver auf Plattformen wie Facebook oder Instagram unterwegs. Ich teilte regelmäßig Beiträge, kommentierte Fotos von Freunden und scrollte durch endlose Feeds. Doch irgendwann merkte ich: Das tut mir nicht gut.

Es fing an mit dem Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen. Jedes neue Like oder jede Nachricht zog meine Aufmerksamkeit auf sich – oft auf Kosten wichtiger Dinge im echten Leben. Dazu kamen die negativen Aspekte wie Fake News oder Hasskommentare, die vor allem während der Corona-Pandemie extrem präsent waren.

Mein Umgang mit Social Media

Heute nutze ich Social Media deutlich bewusster:

  • Weniger Zeit online: Ich setze mir klare Grenzen dafür, wie lange ich täglich auf Plattformen verbringe.
  • Gezielte Nutzung: Ich folge nur noch Accounts, die mir wirklich Mehrwert bieten – sei es durch Inspiration oder Informationen. Dies ist für mich auch gleichbedeutend, entsprechendes Folgen oder auch „Freundschaften“ zu löschen.
  • Eigene Inhalte priorisieren: Statt nur passiv Inhalte anderer zu konsumieren, konzentriere ich mich darauf, eigene Beiträge zu erstellen – vor allem auf meinen Blogs.
  • Datenschutz im Blick behalten: Ich teile keine sensiblen Informationen mehr und hinterfrage kritisch, welche Daten gesammelt werden könnten.

Ich bin noch nicht an meinem persönlichen Ziel angekommen, jedoch auf dem Weg dorthin.

Aufräumen und mich trennen

Meinen zweiten Account auf Instagram habe ich bereits erst einmal ins Pausieren geschickt. Gelöscht habe ich unter anderem (in den vergangenen Jahren oder kürzlich): 500px.com, TikTok, Snapchat, Pinterest, Threads, tumblr, Bluesky, Mastodon, Twitter, Vimeo, Grindr und einige mehr. Weil mir einfach der Mehrwert fehlte und man eh nicht alles nutzen kann. Plus-Mitgliedschaften gekündigt habe ich bereits bei Romeo und XING.

XING ist dabei noch einmal ein anderes Thema. Es geht um berufliche Vernetzung und auch um das eine oder andere Jobangebot. Generell hat XING seine Daseinsberechtigung, nur ist der Nutzen in den letzten Jahren für mich einfach geringer ausgefallen. Zwischenzeitlich nannte ich Facebook auch irgendwann einmal „Facebook für Möchtegern-Erwachsene“, da die Kommunikation in den Gruppen schon sehr anstrengend war. Im Juli 2025 habe ich daher nach vielen Jahren die Reißleine gezogen.

Kündigung des XING Premium-Accounts: Eine Notwendigkeit

Die jüngsten Probleme mit der XING-Webseite und die Flut an unnötigen Benachrichtigungen über Jobwechsel meiner Kontakte haben mich zu dem Entschluss gebracht, meinen Premium-Account zu kündigen.

Es ist verständlich, dass eine Plattform wie XING sich ständig weiterentwickeln muss und dass dabei auch Fehler auftreten können. Doch die Entwicklungen auf dieser Plattform in letzter Zeit sind für mich nicht mehr tragbar. Meine Lebenszeit ist mir schlichtweg zu schade, um sie hier weiter zu verschwenden.

Auch wenn sich LinkedIn in seiner Aufmachung manchmal an soziale Netzwerke wie Facebook erinnert, macht es auf mich aktuell dennoch einen professionelleren Eindruck. Daher werde ich mein Augenmerk künftig verstärkt auf LinkedIn verlegen.

Das ist also mein Statement dazu.

LinkedIn ist in der Zwischenzeit auch mehr ein „Business Facebook“. Die Werbung nimmt immer mehr zu und auch der Vertrieb, LinkedIn an Mann und Frau zu bringen, wird intensiver und dabei auch anstrengend. Vielleicht verpacke ich meine Erfahrung mit Business-Netzwerken einmal in einen gesonderten Beitrag.

Persönliches Fazit

Das heißt nun nicht, dass ich Social Media komplett ablehne. Es hat durchaus seine Vorteile – zum Beispiel bei der Vernetzung mit anderen Menschen oder beim Teilen von Inhalten. Aber es sollte unser Leben bereichern und nicht bestimmen.

Für mich lautet die Devise: Qualität statt Quantität. Weniger Zeit auf Social Media bedeutet mehr Zeit für die Dinge im Leben, die wirklich zählen – Familie, Freunde und persönliche Projekte.

Was denkst du über die digitale Diät?

Hast du auch schon einmal darüber nachgedacht, die Reißleine zu ziehen und Profile zu löschen, die dir mehr Zeit rauben als Nutzen bringen? Welche Plattformen sind für dich unverzichtbar und welche sind nur noch digitale Zeitverschwender?

Lass uns in den Kommentaren darüber diskutieren, wie wir die Kontrolle über unsere Lebenszeit im Netz zurückgewinnen!

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